Zwei wie Mokka und Sahne

Und auf geht’s zum Amüsieren an die Riviera Maya nach Mexiko

Der Deal: Amüsieren!

Emma hat eine Abmachung mit ihrem Lieblingskollegen und besten Freund: Auf dem diesjährigen Kongress für Spiele-Entwickler wird sie sich so richtig amüsieren. Und wenn nicht, hagelt es eine empfindliche Strafe. Aber sie will es ja selbst, denn das letzte Abenteuer liegt schon eine ganze Weile zurück.

Die Bedingungen für eine amüsante Auszeit sind jedenfalls traumhaft: Der Kongress findet im mexikanischen Urlaubsort Cancún statt, türkisfarbenes Meer und Palmen inklusive – und die Teilnehmer sind zu 99 % Männer.

Doch gleich mit dem ersten Exemplar, das ihr über den Weg läuft, gerät sie aneinander. Eigentlich ein Traum von einem Mann. Aber was zum Teufel hat er mit seinen Fingern in ihrem Koffer zu suchen? Die Zeichen stehen nicht gerade auf Liebe und Harmonie … Jedenfalls zunächst …

„Zwei wie Mokka und Sahne“ stand auf Platz 1 in der Kategorie Humor 🙂

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Kapitel 1

Man sagt mir vieles nach. Aber nicht, dass ich auf den Mund gefallen sei. Doch das, was sich vor meinen Augen abspielte, verschlug sogar mir die Sprache.

Nachdem Fred und ich im Hotel angekommen waren und uns ein stocksteifer Page im Livrée die Koffer abgenommen hatte, waren wir zum hoteleigenen Strand spaziert. Ganz stilecht mit Margaritas in den Händen (ein Geschenk des Hauses). Das Zimmer, das ich mir mit meinem besten (schwulen) Freund und Lieblingskollegen teilte, war noch nicht fertig und der Kongress begann erst am nächsten Tag. Warum also in der Lobby rumsitzen, wenn das Meer gleich hinter dem Hotel lag. Man kam schließlich nicht alle Tage auf Firmenkosten in ein 5*-Hilton nach Mexiko. Spaß war also angesagt und Fred und ich steckten unsere Füße in die Riviera Maya und schlürften Margaritas. Doch nach vierzehn Stunden in Bus, Bahn und einem aus allen Nähten platzenden Flieger waren wir irgendwann zu müde, um uns noch länger zu amüsieren. Den Sand zwischen den Zehen und schon leicht angesäuselt, gingen wir zum Hotel zurück, um endlich unsere Zimmerschlüssel einzukassieren.

Doch in der schicken Lobby war der Teufel los. Der internationale Online-Spieleentwickler-Kongress war der größte meiner Zunft. Anscheinend waren soeben sämtliche Kollegen von überall auf der Welt gleichzeitig eingetroffen. Und mitten drin stand irgendein Idiot mit Beanie auf dem Kopf vor einem aufgeklappten Koffer und hielt erst einen roten BH in die Luft, dann einen schwarzen mit einem gigantischen Polster und zum Schluss zwei verwaschen-gräuliche, ehemals strahlend weiße Baumwoll-BHs.

Das war der Moment, in dem mir klar wurde, dass hier gerade peinliche Teile meiner Unterwäsche zur Belustigung von First-Class-Urlaubern beitrugen.

Mein Mund klappte auf, blieb sperrangelweit offen stehen und nicht ein einziges Wort kam mir über die Lippen.

„Scheiß Luxus-Hotel“, fluchte Fred, während ich nach Luft schnappte und wie wild an dem Saum von Freds fliederfarbenem T-Shirt mit dem Aufdruck unserer Firma zog: Funny Killers. Das Shirt war so furchterregend wie der Sauladen, in dem wir arbeiteten und das Affentheater, in das wir hier geraten waren.

„Was ist?“ murrte Fred.

Endlich kapierte mein sonst so cleverer, aber momentan total übermüdeter Kollege, was ich ihm mitteilen wollte. Zumindest ansatzweise.

„Sieht der gut aus“, stöhnte er und biss auf der Spitze seines Ringfingers herum. „Aber so wie der diese schäbigen BHs anpackt, ist er hetero. Komm, lass uns wieder nach draußen gehen. Wir legen uns einfach in den Sand und schlafen unter freiem Himmel.“ Fred gähnte so herzhaft, dass ich sah, wie sich das Zäpfchen in seinem Hals zusammenzog.

Oh Mann. Wo war ich hier hineingeraten?

„Meine“, keuchte ich und wedelte mit dem Arm. „Das sind meine.“

Fred sah zwischen mir und den beiden verwaschenen, kleinen BHs hin und her.

Ich nickte, schluckte und lief rot an.

„Meine Büstenhalter. Der Typ hat sich meinen Koffer unter den Nagel gerissen. Warum tut er das?“

„Gefällt er dir? Ich meine natürlich den Typen. Sonst hasse ich ja diese überdimensionierten Schlumpf-Mützen, aber er sieht damit einfach nur zum Anbeten aus. Ein Clooney in jung und cool. Obwohl – so richtig, richtig jung ist er nicht mehr. Ich tippe auf mindestens 30. Genau dein Alter. Ein, zwei Jahre Altersunterschied sind perfekt. Aber deine BHs sind ja nun wirklich das Allerletzte. Süße, was hast du dir nur dabei gedacht? Du hast versprochen, dich hier zu amüsieren.“

„Fred! Schnauze!“

Auf jeden Fall hatte ich meine Sprache wiedergefunden. Bevor mein Kollege mir auch noch vorschwärmte, wie stylish er die schwarze Röhrenhose und die Canvas-Schnürschuhe fand, die der Mützen-Man trug, setzte ich mich in Bewegung. Wutentbrannt stapfte ich zu dem Kerl, der zugegebenermaßen aussah wie ein griechischer Gott. Aber das gab ihm noch lange nicht das Recht, die intimen Details meines Lebens auszupacken und der anwesenden Meute vorzuführen. Wenigstens steckte er den Flamingo-Dildo schnell wieder zurück, als er bemerkte, was genau da in seiner Hand summte.

Als ich vor meinem Koffer stand, kapierte ich, dass der Typ keine Animationsshow veranstaltete, sondern einem der englischen Sprache kaum mächtigen Pagen zu erklären versuchte, dass dies nicht sein Koffer war.

„Er hat es kapiert“, schrie ich den bemützten, griechischen Gott auf Englisch an. Um meinem Geschrei das nötige Gewicht zu verleihen, zerrte ich von hinten an dem rosa Hemd, das zum Teil aus der knackig engen Hose raushing. Das fehlte gerade noch, dass er jetzt auch noch meinen Triangel-Bikini umherschwenkte wie ein olympischer Fahnenträger. Und dabei den Faden aus den Dreiecken riss.

„Sie haben es doch kapiert, oder?“, fauchte ich den Pagen an, der aussah wie ein verkleideter Indianer und freundlich, aber vollkommen verständnislos nickte.

„Ist das dein Koffer?“ Der Mützen-Gott mit dem knackigen Hintern zog seine langen Finger aus meinem Koffer, drehte mich zu sich um und hielt mich an den Oberarmen fest.

Meine Güte, konnte der zupacken. Der Mann kannte sein Fitnessstudio nicht nur vom Hörensagen. Doch das konnte mich auch nicht beeindrucken. Ebenso wenig wie die Glutaugen, die mich so neugierig wie selbstbewusst anfunkelten.

„Was zum Teufel hast du in meinem Koffer zu suchen?“, schnauzte ich mitten in dieses schöne Gesicht hinein, das sich ungefähr eine Kopflänge über mir befand.

„Sorry“, Mützen-Gott biss sich auf die sinnlich volle Unterlippe, „dann ist das …“

Er hatte einen unverkennbar amerikanischen Dialekt. Ich war schon häufiger zu Kongressen in den USA gewesen, weshalb ich auf Ostküste tippte. New York, um genau zu sein. Ich riss mich aus seiner Umklammerung los.

„Meiner“, keifte ich und schlug den weit aufstehenden Deckel zu. Mit fliegenden Fingern zog ich den Reißverschluss zu.

Er beobachtete mich aus Augen, die in dem Licht der Lobby schwarz wirkten und umrandet waren von dichten, dunklen Wimpern. Ich wettete mit mir selbst, dass allein diese Augen meine Geschlechtsgenossinnen reihenweise dazu brachten, sich Mützen-Gott zum Fraß vorzuwerfen.

„Es tut mir leid, Lady“, sagte er.

Leider klang es überhaupt nicht reuevoll. Auch das spöttische Grinsen trug nicht gerade zum reuigen Eindruck bei. Was für ein arroganter Penner.

„Du hättest dem Pagen auch anders klar machen können, dass das nicht dein Gepäck ist.“ Mit einem Finger tippte ich auf das Namenschild, das auf dem Koffer klebte und sah mich nach dem Pagen um. Na super. Der Indianer hatte sich davongeschlichen. Das konnte doch wohl nicht wahr sein. Ich würde mich bei der Hoteldirektion beschweren. Für diese Schmach und für den miesen Service mussten sie mir einen Ausgleich anbieten.

„Es tut mir wirklich sehr leid, Lady. Ich habe nicht geschlafen, der lange Flug …“ Jetzt klang er schon ein wenig reuevoller. Zumindest hörte sich seine Stimme nun an wie Samt und Seide.

Ein Schleimer war er also auch noch. Oh, diese Typen kannte ich. Auf sowas war ich schon viel zu oft reingefallen.

„Was glaubst du, wo ich herkomme? Ich wohne auch nicht hier um die Ecke, Mister!“, keifte ich. Ich wollte den Koffer von der niedrigen Sitzgelegenheit heben, auf der er lag, doch der Beanie-Träger kam mir zuvor, packte ihn und stellte ihn vor mir ab. Als ob das Ding so leicht wäre wie eine Handtasche.

„Bist du aus Deutschland?“

„Fuck you“, schnauzte ich und zog ab. Wir zwei hatten nichts miteinander zu besprechen. Und wo das hinführte, wenn man seine Steckbriefe voreinander ausbreitete, das wusste man ja. Mein schöner Rollkoffer surrte neben mir über den glatten, grau-weiß gemaserten Marmorboden. Und Glutaugen brannten zwei Löcher in meinen Hintern, der gerade besonders schwungvoll von links nach rechts zu schaukeln schien. Meine linke Hand formte sich zu einem Stinkefinger, den dieser Flachleger unmöglich übersehen konnte.

„Na, dem hast du es aber gegeben“, grinste Fred, der geduldig auf mich gewartet hatte.

„Was für ein Ober-Idiot!“ Ich schob den Koffer, in dem meine Sachen nun kreuz und quer durcheinander lagen, neben mir her, durch die Menge, die nicht kleiner wurde, sondern nur noch anzuwachsen schien. Das sollte ein 5-Sterne-Hotel sein. Lächerlich. Die hatten rein gar nichts im Griff.

„Ein verdammt schnuckeliger Idiot. Allein das Höschen. Top-aktuell. Sowas tragen sie sonst nur in Paris. Ich habe mal eine anprobiert. Was soll ich sagen? Die Beine sind unten so eng, dass mein rechter Fuß in dem Loch stecken blieb. Ich musste den Verkäufer um Hilfe … “

„Schnauze.“

„Meine Güte, Emma, jetzt reg dich nicht so auf. Das war doch bloß eine kleine Verwechslung. So etwas passiert.“ Fred nahm mir den Koffer aus der Hand und schob ihn für mich, obwohl das ja nun wirklich nicht nötig war. Das Ding schwebte förmlich auf seinen Flüsterrollen durch die Gegend.

„So etwas passiert in kitschigen Liebesfilmen, aber nicht im wahren Leben und nicht in Luxushotels.“

„Wohin gehen wir eigentlich?“ Ein ziemlich dicker Typ mit Nerd-Brille rempelte Fred an und entschuldigte sich brummelnd auf schweizerisch. Fred lächelte ihn an.

„Zum Aufzug.“

„Interessant. Wo siehst du denn den?“

„Da ich hier nirgendwo gläserne Fahrstühle in der Mitte der Lobby hochfahren sehe, werden sich die Aufzüge wohl an den Wänden befinden. Wenn du nicht die ganze Zeit hinter dem Schweizer herglotzen würdest, hättest du sie eventuell schon entdeckt.“

Fred verdrehte die Augen. „Und wenn wir dann einen Aufzug irgendwo an einer Wand gefunden haben? Was machen wir dann? Vielleicht darf ich dich daran erinnern, dass wir noch keinen Zimmerschlüssel haben.“

„Dann kralle ich mir den Hoteldirektor.“

„Du bist aber geladen.“

Meine Ladung schwoll noch an, als ich die Schlangen vor den Aufzügen entdeckte.

„Lass uns nach draußen gehen und die Aufregung auf einer hübschen gepolsterten Liege am Pool abwarten. Jetzt hast du ja sogar deinen Koffer. Du ziehst deinen hübschen, kleinen Bikini an, ich creme dich mit Sonnenmilch ein und in zwei Stunden kommen wir hierher zurück und dann hat sich alles gelichtet.“

Fred hatte recht. Es hatte keinen Zweck, sich weiter aufzuregen. Ich war zwar sauer, aber ich war auch realistisch. Und dann entdeckte ich eine Möglichkeit, meinem Ärger doch noch Luft zu verschaffen. Auf einem dieser goldenen Rollwagen entdeckte ich einen Koffer, der genau so aussah wie meiner. Ein Schalenkoffer mit einem Stars-and-Stripes-Aufdruck. Und ich dachte, den gäbe es nur einmal. Aber nein, es gab ihn sogar zweimal. Und der zweite gehörte doch garantiert Mützen-Man.

„Du hast jetzt nicht vor, was ich denke.“ Fred schnappte nach meiner Hand, doch ich entriss sie ihm.

„Warte hier.“ Ich lächelte meinen Kollegen aus zusammengekniffenen Augen an und ging geradewegs zu dem Corpus Delicti.

Ein Griff und der Koffer lag vor mir auf dem Boden.

Jeremy Evans, Sunnyvale, stand auf dem kleinen, an der Seite aufgeklebten Schild. Na super. Sunnyvale lag im Silicon Valley, in Kalifornien, dem Standort von Google, Microsoft & Co. Der Typ war also auch noch ein Kollege. Irgendein Spiele-Entwickler, der den lieben langen Tag in einem klimatisierten Kabuff hinter dem Computer hockte, sich von Pizza und Hamburgern ernährte und literweise Kaffee in sich reinkippte. Einer wie ich, den man einmal im Jahr in die große, weite Welt entließ, wo er dann bei der ersten sich bietenden Gelegenheit in das nächstbeste Fettnäpfchen trampelte. Aber darauf konnte ich jetzt keine Rücksicht nehmen. Er hätte meine BHs nicht anrühren dürfen. Und schon gar nicht meinen Flamingo-Dildo.

Der Reißverschluss surrte auf. Ich öffnete den Koffer, fasste mit beiden Händen unter ihn und drehte ihn auf die andere Seite. Danach hob ich die beiden Schalen auf, legte sie wieder auf den Boden und warf die kunstvoll gefalteten Hemden, Krawatten und Anzüge wieder hinein. Nur, dass danach nichts mehr gefaltet war.

Zufrieden rieb ich mir die Hände und wandte mich um.

Und sah direkt in die Funkelaugen von Mützen-Man, beziehungsweise Jeremy aus dem Silicon Valley. Jetzt sah er allerdings nicht mehr so nett und lustig aus wie vorhin, als er den Alleinunterhalter gespielt hatte. Ganz im Gegenteil: Er sah aus, als ob er mich fressen wollte. Ich meine sogar, dass seine rechte Hand zuckte. Wenn dem so sein sollte, hielt er sie jedoch vorbildlich unter Kontrolle. Was ich ihm auch geraten haben wollte. Denn sonst hätte ich die mexikanische Polizei gerufen. Und dann wäre Jeremy, der BH-Präsenter ins mexikanische Kittchen gekommen.

„Ich würde mal sagen, dass wir jetzt quitt sind“, sagte ich zufrieden und stolzierte an ihm vorbei.

„Halt, Emma. Bitte.“

Schon wieder umklammerte sein Stahlgriff meinen Oberarm und ich fühlte mich fast schon schuldig, weil ich es mit der Rache eventuell ein wenig übertrieben hatte. Doch da fiel mir auf, dass er mich mit meinem Namen angesprochen hatte.

„Du verdammter Penner wusstest, dass mein Koffer nicht dir gehört!“ Da blieb einem doch die Spucke weg. Wie war der denn drauf? Sah der nur so grandios aus – und in seinem Köpfchen stimmte was nicht? Ein Psychopath, dessen Masche Kofferverwechslungen waren.

Mit einer lässigen Kopfbewegung wies Jeremy Evans  auf Fred. Dabei rutschte eine dunkle, gelockte Haarsträhne unter seiner Mütze raus, die er sofort wieder unter dem hellgrauen Stoff versteckte. Eine Glatze hatte er also schonmal nicht. Nicht, dass mich das in irgendeiner Weise interessiert hätte.

„Ich habe ihm deinen Namen verraten“, murmelte Fred. „Er wollte sich bei dir entschuldigen, erkenntlich zeigen. Dich auf einen Kaffee einladen, deine Sachen in die Reinigung bringen und so weiter. Es tut ihm wirklich leid. Es war nur eine dumme Verwechslung.“

Der Kollege aus Sunnyvale nickte finster und sah überhaupt nicht aus, als wollte er sich entschuldigen, erkenntlich zeigen und so weiter. Eher wie einer von den 3D-Bösewichten, die ich in meinem Job erschuf.

„Du nimmst den Idioten auch noch in Schutz. Gib meinen Koffer her“, ich entriss Fred meinen nagelneuen Rollkoffer, den ich mir nach dem letzten Kongress am Flughafen in Düsseldorf gekauft hatte, „lass dich von … Jerry aus dem Silicon Valley, der anscheinend auf Silikoneinlagen in BHs steht … auf einen Drink einladen. Sicher findet ihr ein lauschiges Plätzchen auf der Terrasse, an irgendeiner schnuckeligen, kleinen Bar, kippt ein paar Tequilas und knabbert Erdnüsse. Jerry besitzt ein paar rosa Hemden und ziemlich feine Anzüge.“ Ich zwinkerte den beiden Männern zu.

Mützen-Man und Fred starrten mich entgeistert an. Und es dauerte eine Weile, bis die Information, die mein Peiniger von sich gab, bis in den Teil meines Hirns vordrang, der für das tiefere Verständnis zuständig ist.

„Mein Name ist Rafe. Rafe Black. Ich arbeite tatsächlich im Silicon Valley. Jerry, wie du ihn nennst, ist mein Partner. Nur, dass du, außer seiner Mutter und seiner kleinen Schwester, die einzige bist, die ihn Jerry nennt. Sein richtiger Name lautet Jeremy Evans.“

Wham.

„Dann, dann …“ Ich blieb auf meinem Weg in den Hotelgarten stehen und schnappte nach Luft wie ein Fisch auf dem Trockenen.

„… hast du den Koffer seines Partners, der seine Finger überhaupt nicht nach deinem Silikonzeugs ausgestreckt hat, auf Links gedreht“, führte Fred meinen Satz zu Ende.

„Ach, du liebe Scheiße“, entfuhr es mir. Ein ganz eisiger Schauer rauschte mir über den Nacken. Sogar mir würde es schwer fallen, das hier so zu biegen, dass ich dabei gut wegkam.

„Was hat sie gesagt?“ Rafe sah zu Fred, denn den letzten Satz hatte ich auf Deutsch ausgesprochen.

„Sie ist zutiefst erschüttert“, übersetzte Fred sinngemäß.

Rafe verzog den Mund, so dass er wie eine schiefe Ebene in seinem schönen Gesicht stand. „Ich bin mir nicht sicher, ob Jeremy Evans das versteht.“

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